Ja, ich weiss. Lang lang ists her..aber abgesehen von meinen internetproblemen, war ich ja ein paar Tage weg. Vier um genau zu sein.
Los gings am Samstag, den 21.März: morgens um 6 am Flughafen treffen und ab mit Easy Jet nach Madeira. Der Flug ist sehr kurz. Nur anderthalb Stunden. Die Landung war nicht so holprig und gefährlich wie von einigen angekündigt. Die Landebahn ist sehr kurz auf Madeira, und wenn man da nicht rechtzeitig runterkommt landet man gerne mal im Wasser...also nicht wortwörtlich..aber wenn das Wetter und die Sicht schlecht sind, passiert es anscheinend schonmal dass das Flugzeug drüberwegfliegt und nochmal umdrehen muss :)
Wir haben uns zwei Autos für 6 Personen gemietet. Das war die einzig richtige Idee...denn anders kann man sich auf der Insel nicht fortbewegen.
Wir hatten uns eine tolle Jugendherberge ausgesucht. Sehr schön und auch relativ sauber...ich hab ewig nicht mehr auf nem Hochbett geschlafen..ein sehr altes Hochbett...knarrrrr...
Wir sind zu viert in dem einen Zimmer geblieben und das Pärchen (Marie und Stefano) in nem anderen Zimmer.
Den Samstag über haben wir uns dann eigentlich nur Funchal angesehen. Es ist die grösste Stadt auf der Insel...also mit Abstand die grösste. Hier wohnen fast alle. Auch Cristiano Ronaldo.
Die Altstadt ist sehr schön, und im Stadtkern (wo man das Meer ringsum nicht sieht) denkt man eigentlich, man sei in Portugal. Das liegt wohl an dem immer gleichen Kopfsteinpflaster. Ausserdem ist es natürlich sehr auf Touristen ausgelegt. Eigentlich alles dort. Die Insel lebt nunmal davon. Dementsprechend begegnen einem auch sehr sehr sehr sehr sehr viele Touristen. Fast nur Deutsche. Das AIDA-Clubschiff war da, mit all seinen Sechzigjährigen Gästen.
Am Sonntag startete dann die große Tour rund um die Insel. Am ersten Tag war der Westen dran. Wir fuhren los richtung Camara do Lobos, vorbei an Ribeira Brava...hoch nach Sao Vicente.das Ziel war Porto Moniz. Dort gibt es natürliche Schwimmbäder. Wirklich eine Traumaussicht. Man kann wohl auch drni baden,
Die Städte in denen wir gehalten haben, waren nie sehr groß. Also sie hatten immer nur ein paar hundert vielleicht mal tausend einwohner...erinnerten also eher an ein Dorf. Die einzige Stadt ist wirklich Funchal. Die Entfernungen sind auch eigentlich gering. Die Insel hat einen vertikalen durchschnitt von ca 22 km. Jaaa, das klingt so wenig. Aber fahr das mal übern Berg. Mit schlängelstrassen...wo plötzlich n wasserfall auf die fahrbahn prasselt. Und dann wieder nur nebel zu sehen ist. Und vielleicht mal eine Kuh. Kein Haus. Nur Kühe. Die Strassen sind schlecht mit tiefen Schlaglöchern und eng und wenn da mal ein Lastwagen um die Kurve kommt erschrickt man sich mal kurz. Christiana ist in unsrem Auto gefahren und ich muss sagen, hut ab. Berganfahren ist zwar nicht so ihr ding, aber sie hat sich wacker geschlagen. Trotzdem wollte ich ab und an einfach aussteigen und sagen „ ich bleib jetzt hier.nein, ich steig da nicht wieder ein..ich laufe...“
So, ausserdem haben wir die Lavahöhlen besichtigt. Äusserst interessant, vorallem weil es einen mehr oder weniger guten 3D-Film über die Entstehung von Madeira gab.
Sonntags waren wir dann im Osten unterwegs. Wir fuhren nach Santa Cruz (hüstel..das war mir schon vom namen her sehr sympathisch...) wo es Strände geben sollte. Leider waren die Strände nicht aus Sand. Es waren Steine. Mit eidechsen. Ich wollte mich ohnehin nicht bräunen. Also sind wir weiter nach Machico, der alten Hauptstadt von Madeira. Dort gab es nicht wirklich was zu sehen. DIE hatten aber einen Strand aus Sand. Und man konnte Baden.
Unser Ziel des Tages war im Norden die Stadt Santana. Dort gab es kleine Strohdachhäuser die wirklich klein waren. Wirklich klein. Und sehr süß.
Dort hat uns die Frau geraten trotz des schlechten wetters nach Sao Lourenco zu fahren...dem östlichsten Punkt der Insel. Und es hat sich wirklich rentiert. Es war der beste ausblick den ich in meinem leben je hatte. Wahnsinn einfach. Meine blöde Kamera...ich hab bestimmt 400 fotos gemacht...aber auf nem Foto wirkt das einfach nicht. Das ist wie beim Grand Canyon...schau da mal runter..und dann schau dir ne Postkarte an...lächerlich.
Achja, am selben Tag waren wir morgens noch auf dem markt ...der auch wieder nur für Touristen gewesen sein mag, aber egal. Und man konnte dort jegliche früchte probieren dies auf der insel gibt. Am Besten fand ich die ANONA. >Die ist grün und ist drin matschig und süß. Maracujas sind der renner, aber die kennt man ja...und dann noch ein ding...wir nennen es Banananas. Es ist ne kreuzung aus ner Banane und ner Ananas. Wirklich. Sieht etwas aus wie n Maiskolben in grün. Schmeckt aber innen wie ne Banane und ne Ananas. Mhhhhh
Und im Botanischen Garten waren wir auch noch. Dort gabs nen Papagei, der konnte „olá“ sagen---und lachen..also unser lachen nachäffen besser gesagt. Und blumen gabs da. Und Bäume. Und Vögel jede Menge. Schön. Und vorallem hatte man von dort einen tollen Blick auf Funchal. Und das AIDA-Clubschiff ;)
Ich hab die drei stressigen Tage sehr genossen. Ich war mit sehr lustigen Leuten unterwegs und es war nicht zwanghaft sightseeing-stress.
Trotzdem war ich ganz froh, als es wieder heimwärts ging, weil man in den drei Tagen keine Sekunde für sich alleine war. Das ist schon etwas anstrengend, vorallem mit Leuten die man noch nicht sehr gut kennt.
Alles in allem, teuer, aber gelungen. Ich wär wohl nie auf diese Insel gekommen, wenn nicht jetzt. Und das war es nunmal wert.
Schmatz, carmen
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